ResearchRabbit hilft, von bekannten wissenschaftlichen Arbeiten aus weitere Literatur zu entdecken. Dieser Leitfaden beschreibt einen prüfbaren Suchablauf. Er ersetzt weder die Lektüre der Originalarbeiten noch eine begründete Methode für einen vollständigen Literaturreview.
Stand: 27. Oktober 2026. Produktumfang und Tarife erläutert das ResearchRabbit-Hauptprofil. Hier geht es um die Auswahl von Ausgangspunkten und die nachvollziehbare Erweiterung einer Papersuche.
1. Frage und Suchgrenze festlegen
Formulieren Sie, welches Thema, welche Methode oder welche Behauptung untersucht werden soll. Halten Sie Zeitraum, Fachgebiet und wichtige Begriffe fest. Überlegen Sie auch, unter welchen anderen Bezeichnungen dieselbe Frage in der Literatur vorkommen könnte.
Diese Vorarbeit hilft bei der späteren Auswahl. Ein interessantes Paper muss nicht zur eigenen Frage passen. Dokumentieren Sie deshalb nicht nur gefundene Artikel, sondern auch die Kriterien für Aufnahme und Ausschluss.
2. Geeignete Ausgangsartikel auswählen
Die Herstelleranleitung erlaubt den Einstieg über Thema, Suchbegriff, Titel oder DOI. Wählen Sie einige Arbeiten aus, deren Bezug zur Frage Sie geprüft haben. Ein gemischter Ausgangspunkt aus etablierten und neueren Arbeiten kann helfen, verschiedene Teile des Feldes sichtbar zu machen.
Prüfen Sie Titel, Autoren, Veröffentlichungsjahr und Abstract. Bei zentralen Startartikeln lohnt sich die Lektüre des Volltexts. Wenn das Ausgangsset nur eine einzelne Forschungsrichtung abbildet, kann die weitere Suche diese Einschränkung fortsetzen.
3. Zitationspfade erkunden
ResearchRabbit zeigt Beziehungen zwischen den ausgewählten und weiteren Arbeiten in einer Karte. Verfolgen Sie, welche Literatur ein Paper aufgreift und welche späteren Arbeiten sich darauf beziehen. Nutzen Sie diese Verbindungen als Hinweise für die nächste Lektüre, nicht als automatische Bewertung eines Ergebnisses.
Achten Sie auf unterschiedliche Rollen von Quellen: Ein Artikel kann eine Methode übernehmen, einen Hintergrundsatz zitieren oder ein Ergebnis kritisieren. Die sichtbare Verbindung allein sagt nicht, welche dieser Beziehungen vorliegt.
4. Neue Arbeiten prüfen und einordnen
Lesen Sie Abstracts und prüfen Sie wichtige Aussagen am Volltext. Halten Sie für relevante Arbeiten kurz fest, welche Frage sie behandeln, welche Methode sie verwenden und welchen Beitrag sie zum eigenen Thema leisten. So entsteht mehr als eine unkommentierte Liste.
Bei der Erkundung von Autoren sollten Sie Namensgleichheiten und unterschiedliche Arbeitsgebiete beachten. Eine Verbindung im Netz belegt keine einheitliche Position aller beteiligten Forschenden.
5. Suchentscheidungen nachvollziehbar halten
Organisieren Sie geeignete Arbeiten in Sammlungen und notieren Sie wichtige Erweiterungsschritte. Halten Sie Ausgangsartikel, Suchdatum und Gründe für die Auswahl fest. So kann später nachvollzogen werden, wie die Literaturliste zustande kam.
Prüfen Sie, ob eine zusätzliche Suche in einer Fachdatenbank oder nach abweichenden Begriffen weitere relevante Arbeiten liefert. Ein dichtes Zitationsnetz kann neue oder anders vernetzte Forschung übersehen. Eine schrittweise Erkundung ist deshalb nicht automatisch eine vollständige systematische Suche.
Quellen und Einordnung
Grundlage sind die offiziellen ResearchRabbit-Seiten Herstelleranleitung und Funktionen und Verbindungen. Die Arbeitsschritte sind redaktionelle Prüfvorschläge; für diesen Artikel wurde kein eigener vergleichender Literaturreview durchgeführt.
